Altstadt-Sanierung diskutiert

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Innenstadt 4webWohnen in der Altstadt ist wunderbar, doch die Hürden bei der Sanierung eines historischen Altbaus sind enorm. Auf diesen Nenner brachte ein Besitzer eines sanierten Altbaus am Rebstock seine Erfahrungen. Mit großem Interesse verfolgten Ratsmitglieder, Architekten und Interessenten die Hintergrundinformationen bei der Info-Tour von Stadtbürgermeister-Kandidatin Gabi Wieland zum Thema Altstadt-Sanierung.

Wieland verdeutlichte zunächst, welche Ziele und Richtlinien dazu geführt hatten, das Sanierungsgebiet Altstadt Neu auszuweisen. Vom Förderprogramm der Stadt haben viele Hausbesitzer bei der Sanierung profitiert. Die Fassade bleibt dem historischen Stadtbild angepasst, im Inneren zählt moderner Komfort. Aufzüge, Dachterrassen, getrennte Eingänge, moderne Innenhöfe – Beispiele sorgte bei den Zuhörern für manchen Aha-Effekt. Architekt Volker Simon, der bereits viele Häuser in Montabaur kernsaniert hat, erläuterte die Bedeutung von großen Ladenflächen – am Kleinen Markt und im Steinweg durch einen Investor durch die Verbindung mehrerer Häuser ermöglicht.

Zwei Anwohner aus dem Vorderen und Hinteren Rebstock berichteten von ihren Erfahrungen bei der Sanierung ihres Eigentums. Beide Häuser sind regelrechte Kleinode geworden und ihre Besitzer fühlen sich sehr wohl. Bis es allerdings soweit war, gab es jedoch aus unterschiedlichsten Gründen einige Hindernisse. Mal war es der Denkmalschutz, der strenge Vorgaben machte, mal war es ein Untergrund, der zunächst eine aufwendige Gründung vonnöten machte.

Die Bewohner des Vorderen und Hinteren Rebstocks, aber auch alle Teilnehmer waren sich einig, dass Stadtrat, Verwaltung und Hausbesitzer gemeinsam nach Wegen suchen sollten, diese beiden wertvollen Straßenzüge zu erhalten und zu verschönern. Besonders die Parksituation und der Durchgangsverkehr seien sehr belastend, außerdem gebe es noch keine einvernehmliche Lösung für die Mülltonnen. Um weitere Interessenten für Sanierungsobjekte zu gewinnen sei mehr Flexibilität bei der Gestaltung unabdingbar. Daher richteten die Anwohner eine dringende Bitte an Gabi Wieland: „Wir haben dort oft das Gefühl, keinen Ansprechpartner für unsere Probleme zu finden. Lassen Sie uns gemeinsam nach Lösungen suchen!" Aber dennoch waren sich alle Beteiligten einig: Es lohnt sich, einen Altbau im Zentrum zur Heimat zu machen!"

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