Statt Kaserne Wohnen im Grünen

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ww-kaserne1web„Einfach toll, was hier entsteht, vielleicht wohne ich selber mal im Wohnhof, da wo ich als Soldat stationiert war." So eine der Stimmen beim Rundgang durch die ehemalige Kaserne in Montabaur, die Stadtbürgermeister-Kandidatin Gabi Wieland gemeinsam mit der CDU Montabaur organisiert hatte. Mehr als 200 Personen wollten wissen, was mit dem ehemaligen Kasernengelände geschieht und wie die Planungen für die nächsten Jahre aussehen.

Jan Eitel von der Investoren- und Projektentwicklungsgruppe Quartiers-Manufaktur stellte das Konzept und die „Macher" vor. Das Kasernengelände wird ein multifunktionaler neuer Stadtteil, in dem sich Wohn- und Gewerbegebiete zusammenfinden. Die ehemaligen Wartungshallen sind dabei dem Gewerbe vorenthalten und schon jetzt, so Eitel, sei die Nachfrage überwältigend. Ein Hersteller für Bio-Produkte zieht in eine der Hallen ein, in eine andere ein Unternehmen, das Roboter baut und weltweit tätig ist. Ein Bodenbelagspezialist, ein Handwerksunternehmen und eine Firma, die speziellen Innenausbau betreibt, teilen sich eine weitere Halle und in der letzten der Hallen entsteht eine Druckerei. Bei dem ausgeschriebenen Gewerbegebiet handelt es sich um ein sogenanntes eingeschränktes Gewerbegebiet. Dass heißt, dass dort nachts nicht gearbeitet wird und auch der Lärmpegel strengen Anordnungen unterliegt.

Immer wieder weist Eitel darauf hin, wie angenehm die Entwicklung in Montabaur verläuft. Als Trierer Investoren seien sie immer wieder überrascht über das Potential in Montabaur, die Innovationskraft und Offenheit. Die Zusammenarbeit mit dem Stadtrat und der Verwaltung bezeichnete Eitel mehrfach als hervorragend und äußerst professionell. Sobald der Bebauungsplan genehmigt ist, wahrscheinlich im kommenden September, rollen die Bagger sofort an.

Dem Bereich Wohnen wird auf dem ehemaligen Kasernengelände künftig eine ganz besondere Bedeutung zukommen. Der Fantasie der Interessenten sind dabei kaum Grenzen gesetzt: Für Jeden scheint das Passende dabei zu sein. In den hohen Hallen entstehen moderne Loftwohnungen, während bestehende Gebäude kernsaniert und dann zu modernen Wohnkomplexen mit mehreren Parteien umgebaut werden. Auf dem ehemaligen Hubschrauberlandeplatz war, werden barrierefreie Bungalowwohnungen sowie Einfamilienhäuser im modernen Baustil mit Flachdacheindeckung entstehen. Die in die Jahre gekommene Turnhalle fällt der Abrissbirne zum Opfer. Blockheizkraftwerke zur energiefreundlichen Versorgung sind derzeit in der Planung. Eitel und dem Investorenteam gefallen besonders der vorhandene Baumbestand, den sie auch weiter pflegen und schützen wollen.

Ein weiterer Wohnbereich bietet viel Platz für ein „Wohnen im Grünen" und „Wald-Wohnen". „Noch sieht es hier ein wenig wild aus", entschuldigte sich Eitel für diesen Teil des Geländes und verspricht: „Doch das wird bis zum Frühsommer 2015 gravierend ändern."

„Montabaur begeistert – das zeigt sich auch in diesem neuen Viertel" fasste Gabi Wieland den Eindruck der Teilnehmer zusammen. Alle, die am Rundgang nicht dabei waren, lud Jan Eitel ein zum Tag der offenen Tür am 24. Mai. Es sei der Investorengruppe ein besonderes Anliegen, die Bürger über die Planung zu informieren und gemeinsam Ideen weiterzuentwickeln.

Der nächste Rundgang mit Gabi Wieland ist am Dienstag, 15. April, 16 Uhr, am Konrad-Adenauer-Platz. Dort wird informiert über die Historie des Platzes und neue Planungen.

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