Kraft getankt für viele Themen

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Interview zum Ferienende see

Im Sommer, etwa zur gleichen Zeit und in der Länge der Schulferien, macht der Landtag Pause von der politischen Arbeit. Was bedeutet das für Sie als Landtagsabgeordnete?
Zunächst einmal nutze ich die sitzungsfreie Zeit dazu, alles, was sich auf dem Schreibtisch angesammelt hat, abzuarbeiten. Das ist meist ein Riesenberg Arbeit, der da vor mir liegt. Und außerdem habe ich gleichzeitig zwei Schreibtische aufzuräumen: Den im Wahlkreisbüro und den im Rathaus.

Ich genieße die Zeit, in der ich es etwas ruhiger angehen lassen kann. Es ist herrlich, mal Zeit für ausführlichere Gespräche zu haben oder sich ohne Hektik in Themen einlesen zu können. Dazu gehört auch, einfach mal die Seele baumeln zu lassen und ohne schlechtes Gewissen mal ein Thema zur Seite legen zu können. In Gedanken, dass die Erledigung auch am nächsten Tag noch ausreicht.

Gibt es etwas Bestimmtes, was Sie sich für die sitzungsfreie Zeit vornehmen?
O ja, meistens doch wieder zu viel. Mir ist es wichtig, möglichst praxisnah politische Entscheidungen zu treffen. Dafür bieten sich Gespräche, Besuche und Praktika in Betrieben an. In diesem Jahr habe ich auch einen Praktikumstag in einer Kita gemacht.

Welche Erkenntnisse haben Sie daraus gezogen?
Ich habe erlebt, welche Zuwendung gerade die Ein- und Zweijährigen brauchen und wie wichtig es entsprechend ist, dass eine Erzieherin bzw ein Erzieher gerade in diesem Alterssegment nur wenige Kinder zu betreuen hat.

Haben Sie denn gar keinen Urlaub gemacht?
Doch selbstverständlich. Meine Arbeit macht mir sehr viel Freude, dabei ist mein Terminkalender meist sehr eng gesteckt. Umso wichtiger ist es mir, auch mal ganz abzuschalten. Ich habe zwei Wochen Ferien von der Politik gemacht. Das ist in jedem Jahr eine großartige Zeit, in der ich ohne es zu merken, wieder Kraft auftanke.

Wie sieht so ein Tag aus, wenn Sie abschalten?
So eine Zeit kann ganz unterschiedlich ausfallen. Ob Sie glauben oder nicht, das kann ebenso gut ein Wohnungsputz sein oder ein gutes Buch, mit dem ich mich dann auf der Couch oder im Liegestühl lümmele. Das ist aber auch ein Besuch von Freunden und Familie, sind Tage am Meer oder eine Stadtbesichtigung und vor allem das Schwimmen in meinem Westerwälder Lieblingssee (siehe oben). Gott sei Dank gelingt es mir sehr gut, abzuschalten.

Der Politikalltag beginnt nun wieder. Fällt Ihnen der Start schwer?
Grundsätzlich nicht, nein. Und alles andere ist so wie bei den meisten Berufstätigen: Ich mag nicht so gerne wieder früh Aufstehen und freue mich auch nicht auf die Hektik, den Stress und die langen Sitzungsabende, die oft nicht vor 22 Uhr zu Ende sind. Gleichzeitig wächst aber auch die Vorfreude auf die vielen spannende, neue und alte Begegnungen, die mir so viel geben. Und dann verspüre ich die Lust, wieder etwas anzupacken und zu gestalten. Dabei sagt mir ein Blick in meinen Terminkalender, dass die Zeit bis zu den Herbstferien sehr anstrengend wird. Aber im Landtag, im Wahlkreis und in der Stadt Montabaur stehen für mich wieder so viel interessante und reizvolle Themen an, auf die ich mich freue.

Welche Themen sind denn das?
Im Landtag beispielsweise bereiten wir den Doppelhaushalt 2019/20 vor. Dann steht das neue Kitagesetz mit Bestimmungen zur Finanzierung und zu Betreuungsrelationen zur Diskussion. Im meinem Schwerpunktgebiet Wirtschaft und Verkehr geht es unter anderem darum, wie wir künftig den Nahverkehr in Rheinland-Pfalz organisieren, oder wie Kommunen mit möglichst wenig bürokratischem Aufwand Aufträge vergeben können. In der Tourismus-Kommission legen wir einen ersten Zwischenbericht vor, in dem wir viele neue Ansätze vorstellen, wie mehr Touristen nach Rheinland-Pfalz geholt werden. Ein ganz wichtiges Thema wird sein, wie und ob wir es schaffen, wieder mehr junge Menschen für das Handwerk zu begeistern.

Im Wahlkreis setze ich mich vehement für die Sanierung, für den Neu- und Ausbau von Straßen und Radwegen ein. Aber auch dafür, dass beispielsweise Energieprojekte umweltverträglich ablaufen.

Und in der Stadt stehen viele größere Projekte wie ein Kunstrasen-Sportplatz oder die Kita in Horressen, aber auch Festlegung Bebauungsmöglichkeiten in verschiedenen Bereichen (Bebauungspläne) zur Entscheidung an.

Haben Sie sich etwas Besonders vorgenommen?
Ja, damit habe ich aber bereits vor geraumer Zeit angefangen und sehr gute Erfahrungen gemacht. Ich will verstärkt mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen, ihnen Gelegenheit geben, ihre Sicht der Dinge zu schildern, zu diskutieren. Ganz oft habe ich festgestellt und stelle immer wieder fest, dass gerade in sozialen Netzwerken Politiker vorschnell und leider oft auch in übelster Weise abgeurteilt werden. Wenn ich jedoch die Gelegenheit bekomme, Hintergründe zu erläutern, wird Vieles verständlicher. Kontroverse Meinungen sind mir dabei ganz wichtig, sie sollten dabei aber sachdi

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