Sterben in Würde

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 „Auch wenn Menschen möglichst lange Zuhause leben sollen, brauchen wir ein flächendeckendes Hospiz- und Palliativangebot. Denn schwerkranke und sterbende Menschen müssen in der letzten Phase ihres Lebens bestmögliche menschliche Zuwendung, Versorgung, Pflege und Betreuung erhalten“, so Gabi Wieland in der Landtagsdebatte zum Thema Sterbehilfe – Sterben in Würde.

 

  Das Anliegen der Abgeordneten ist, dass Menschen am Ende ihres Lebens begleitet werden. Es gehe darum, Schmerzen und Ängste zu nehmen. Das erfordere einfühlendes Begleiten, aber auch professionelle Hilfe. Deshalb sei es so wichtig, die Hospiz- und Palliativversorgung weiterzuentwickeln.

 Leider gibt es zu viele weiße Flecken in unserer Versorgungslandschaft. Auch im Westerwald wird dringend ein Hospiz gebraucht, damit z.B. jüngere totkranke Alleinstehende nicht in die Senioreneinrichtung müssen. Deshalb wirbt Wieland um Unterstützung für die Initiative des Hospizvereins für ein stationäres Hospiz in Dernbach.

Die CDU-Landtagsfraktion hatte in einer Großen Anfrage an das Sozialministerium Fakten zum Thema „Sterben in Würde“ erfragt. Die Antworten zeigen, so Wieland, dass die Landesregierung keine Kenntnis über die regionale Verteilung der Palliativmediziner hat. Sie kann auch den Weiterbildungsbedarf nicht beziffern. Zudem zeigt sich, dass die Angebote der ambulanten Palliativmedizin und der stationären Hospizbetten nicht ausreichend sind. Daraus leiten sich folgende Forderungen ab:

•  Ausbau der palliativmedizinischen Kompetenzen in der Ärzteschaft.

•  Angemessene Berücksichtigung der palliativen Pflege in der Pflegeausbildung.

• Besondere Berücksichtigung der Palliativstationen und Palliativbetten in der Krankenhausplanung.

•  Umsetzung der Sterbebegleitung als Bestandteil einer ganzheitlichen Pflege in den Einrichtungen. Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung braucht Fachkräfte.

• Schaffung einer regionalen Bedarfsplanung stationärer Hospize. Entwicklung und Ausbau von Netzwerken mit dem ambulanten Bereich.

•  Gewährleistung einer ausreichenden Zahl an Hospizbetten.

•  Stärkung der Nachwuchsgewinnung bei der Berufsausbildung im Pflegebereich.