Ausbau der B255

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AusbauB255 3 kleinAusbau der B255 macht Fortschritte, stockt allerdings  bei Niederahr. Wer über die B 255 fährt, sieht den Bau der Brücke nördlich von Boden rasch voranschreiten.  Die Umgehung südlich vom Hahner Stock um Ettinghausen und Oberahr ist weitest gehend fertig.  Doch die Bauarbeiten bei Niederahr  scheinen in jüngster Vergangenheit  ins Stocken geraten. Dabei  war die Gesamtfreigabe bis Mitte 2015 geplant.


Auf Anregung von Markus Hoffarth-Righetti und Heike Righetti aus Niederahr wollten die Landtagsabgeordnete Gabi Wieland und der Bundestagsabgeordnete Dr. Andreas Nick dies genauer wissen. In Abstimmung mit Ortsbürgermeister Hermann Girhard fragten sie bei der Deutschen Bahn und im rheinland-pfälzischen Innenministerium nach. Die Antwort gefällt nicht: Eine vollständige Inbetriebnahme der Umgehung ist nach derzeitigem Kenntnisstand nicht vor Ende 2015 zu erwarten.  Viele Bürger sind frustriert: Sie müssen demzufolge noch lange Zeit mit enormen Verkehrsbelastungen und hohem Geräuschpegel auskommen. Das derzeit offensichtlichste Hindernis ist die Eisenbahnüberführung bei Niederahr.
Generell liegt der Ausbau der Umgehung gut im Zeitplan, auch die Stahlbrücke für Niederahr ist bereits im Werk gefertigt.  Nach Auskunft der DB und des LBM (Landesbetrieb Mobilität) gibt es jedoch Probleme bei der Gründung der Brücke. Der Untergrund des Bodens, meist Lehm und Ton, hat sich als nicht kalkulierbar erwiesen, der Ausführungsplan muss neu überarbeitet werden. Welche  Mehrkosten entstehen können, ist derzeit nicht geklärt.
Gabi Wieland appelliert an Innenminister Roger Lewentz und den Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz (LBM) die Dringlichkeit zu verdeutlichen  und entsprechende Gespräche mit der DB Projektbau sowie die Planungen bzw. Entscheidungen maßgeblich  voranzutreiben. Die bisherigen Planungen seien offensichtlich nicht mit der nötigen Dringlichkeit betrieben worden. Die Planungen laufen seit über 20 Jahren und es ist doch bekannt, welcher (schwierige) Untergrund an der Tongrube vorhanden ist.
Auch die Freigabe für das neue Teilstück der B255 rund um den Hahner Stock ist noch offen. So müssen dort noch Wildzäune angebracht. Außerdem müsste die alte Straße nach wie vor offen gehalten (und im Winter gestreut) werden: LKW können die Ein- und Ausfahrt nach Oberahr nicht nutzen und wohl auch die meisten PKW-Fahrer werden künftig  der Bequemlichkeit wegen die alte Strecke nutzen.