Mehr Klarheit bei der Arztrechnung

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Als Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse weiß der Versicherte in der Regel nicht, wie teuer seine Behandlung beim Arzt, Zahnarzt oder Krankenhaus war. Doch schon bereits seit 2004 besteht für Interessierte mit einer sogenannten Patientenquittung die Möglichkeit, Kosten- und Leistungsinformationen zu erhalten.Darauf weist die CDU-Landtagsabgeordnete Gabi Wieland hin, nachdem die Landesregierung im Sozialausschuss über die Akzeptanz der Patientenquittung informiert hat: Nur ca. 15 Prozent der Patientinnen und Patienten nehmen das Angebot derzeit in Anspruch.

 

 

Die Patientenquittung sorgt für Transparenz: In übersichtlicher, verständlicher Form gibt sie Auskunft über die angefallenen Leistungen und der voraussichtlichen Vergütung. Dabei haben die Versicherten die Wahl, ob sie sich entweder direkt nach Ihrem Arzt- oder Zahnarztbesuch eine Tagesquittung ausstellen lassen oder am Ende des Quartals, gegen eine Gebühr von einem Euro zuzüglich Versandkosten, eine Quartalsquittung zukommen lassen. Krankenhäuser stellen die Patientenquittung bis zu zwei Wochen nach der Entlassung aus oder innerhalb von vier Wochen nach Abschluss der Krankenhausbehandlung. Viele Ärzte und auch Wieland sieht in der Patientenquittung eine Förderung von Kostenbewusstsein und Therapietreue.

Für alle, den die Nachfrage der Patientenquittung beim Arzt oder Zahnarzt unangenehm ist, bietet die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland online die Möglichkeit zur Einsichtnahme. Über einen persönlich sicheren Zugang erhalten die Versicherten kostenlos und rund um die Uhr eine Übersicht der Leistungen, die über ihre Krankenversicherungskarte abgerechnet worden sind. Allerdings sind die Daten nur mit einer Zeitverzögerung verfügbar. Die Krankenkasse erhält oft erst mehrere Wochen oder Monate später über die Leistungserbringung einen Bescheid.