Suchtberatung finanziell sichern

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Suchtberatungsstellen leisten eine wichtige Arbeit. Doch die finanzielle Situation wird immer schwieriger, sodass ein Abbau von Stellen zu befürchten ist. Deshalb hat die CDU-Fraktion in der vergangenen Landtagssitzung den Antrag eingereicht, der es den Beratungsstellen ermöglich soll, erwirtschaftete Erträge in die Finanzierung einfließen zu lassen.

Gabi Wieland, CDU-Landtagsabgeordnete, ist beunruhigt: Die Träger der Suchtberatungsstellen in Rheinland-Pfalz haben mit der Finanzierung der ambulanten Suchthilfe erhebliche Probleme, unter anderem weil die Erwirtschaftung von zusätzlichen Einnahmen der Träger reglementiert und auf maximal zehn Prozent begrenzt ist. „Zu wenig", meint Wieland und spricht sich dafür aus, diese Grenze angemessen zu erhören.  Gerade aus sinnvollen Präventionskursen und Maßnahmen ambulanter Rehabilitation können die Beratungsstellen ihre finanzielle Situation verbesern. Fallen Stellen weg, sind die Folgen unabsehbar, denn die professionelle Arbeit und die flächendeckende Vernetzung führt bei Suchtkranken zur sozialen und gesundheitlichen Festigung. „Das bringt erhebliche Einsparungen in anderen Sozialleistungsbereichen mit sich." begründet Wieland den Antrag ihrer Partei.

Bislang hat die Landesregierung diesen Antrag abgelehnt. Sie begründet ihre Haltung mit dem Hinweis, dass mit dem derzeitigen Freibetrag von 10 Prozent der zuwendungsfähigen Fachpersonalkosten, vorwiegend Tätigkeiten im Sinne der Verwaltungsvorschrift „Förderung sozialer Beratungsstellen" ausgeübt werden sollen.

Als Fachdienst die die Suchtberatung jedoch einem permanente Veränderungsprozess unterzogen, dem sie gerecht werden muss. Das gelingt nur, wenn die Arbeitsgrundlagen erhalten und das Beratungsangebot gesichert werden kann.