Gute Ideen fürs Klima

Friday for future 6

„Friday4future“ sollte ein Treffen vornehmlich für Schülerinnen und Schüler sein, um Ideen für den Klimaschutz zu sammeln. Ins Rathaus von Montabaur eingeladen hatten die Landtagsabgeordnete und Stadtbürgermeisterin Gabi Wieland und der Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Ulrich Richter-Hopprich. Es kamen rund 30 interessierte Bürger, leider jedoch kein einziger Schüler. Doch es wurde eine konstruktive Diskussion mit vielen guten Anregungen.

„Schade, wir waren der Meinung, miteinander zu besprechen, was wir konkret für den Schutz der Umwelt tun können, sei eine besonders wirksame Art von „Friday4 future“, bedauerte Wieland bei der Begrüßung. Friday for Future ist eine globale Schüler- und Studenteninitiative, die für den Klimaschutz kämpft. Die bekannteste Protagonistin der Bewegung ist die schwedische Schülerin Greta Thunberg, die seit August 2018 jeden Freitag dafür demonstriert, dass ihr Land die Klimaziele der UN-Klimakonferenz in Paris einhält.

In Montabaur kam allerdings auch ohne die Schüler eine konstruktive Diskussionsrunde zustande. Etliche im Schutz von Umwelt, Natur und Klima Engagierte brachten ihre Ideen ein, die von Wieland und Richter-Hopprich eifrig notiert wurden: Gefordert waren direkte und kurze Rad- und Fußwege, eine verbesserte Schülerbeförderung und Aktionen, dem Vögel- und Insektensterben entschiedener zu begegnen. Die Vorschläge reichten über naturbelassene Stadt-Grünflächen, eine effizientere Nutzung der Straßenlaternen, der Reduzierung des Kahlschnittes von Bäumen innerhalb des Stadtkerns, weniger Oberflächenversiegelungen und vieles mehr. Katharina Kindgen, Bildungsreferentin des NaBu-Westerwald, bot Wieland und Richter-Hopprich an, 25 Nistkästen zu stiften, die auf öffentlichen Bereichen im Stadtgebiet aufgehängt werden sollen. Die Stadt soll lediglich einen Paten finden, der den Nistkasten pflegt. Ein anderer Bürger schlug vor, Parkplätze mit Photovoltaik-Anlagen zu überdachen, anstatt Grünflächen zu belegen.

Die Bürgermeister nahmen die Ideen auf, einige sollen direkt umgesetzt werden – so eine wöchentliche Umwelt-Hinweis im Amtsblatt. Sie wiesen aber auch auf Grenzen wie z.B. der Schutz der allgemeinen Sicherheit hin. Es stimmt, kahlgestutzte Bäume können nur noch schwerlich zur Luftverbesserung sorgen, doch vermodertes und feuchtes Laub auf den Gehwegen ist ein Risiko, das ebenso Beachtung finden muss. Außerdem brauchen manche Bäume einen Schnitt, um wieder besser wachsen zu können.

In Rage redeten sich einzelne Bürger die Wieland und Richter-Hopprich vorwarf, zum Bau eines Autohofes in Heiligenroth 5,5 Hektar Wald zu opfern und den Artenschutz von Wildkatzen zu gefährden. Argumenten, dass entsprechende Ausgleichsflächen geschaffen wurden, Lkw-Parkplätze dringend benötigt werden oder die Wildkatze mehrfach nicht nachgewiesen werden konnte, ließen sie nicht gelten.

Insgesamt jedoch zeigte sich die Gesprächsrunde sehr konstruktiv, an deren Ende sich alle Beteiligten dafür aussprachen sich regelmäßig auszutauschen.


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